
Bald ist Frühling.Ich sehne ihn herbei und ich erinnere mich gleichzeitig an meine letzte Schulklasse. Und damit auch an dieses Gedicht.Wir alle liebten es und Michael durfte es schliesslich zum Rezitatorenwettbewerb vortragen:
Der Frühling kommt nicht mit Trara
in einem goldenen Wagen,
der voller bunter Gaben ist,
wie manche Leute sagen.
Er stürzt sich auch nicht über Nacht
mit seinen Weggefährten
- mit Amsel, Drossel, Fink und Star-
in unsre stillen Gärten.
Er überschüttet nicht das Land
ganz plötzlich, eh´wir´s denken,
mit Schmetterlingen, Blumenduft
und ähnlichen Geschenken.
Durch unsre Fenster blitzt er nicht,
prallt nicht an unsre Türen.
Oh nein, der Frühling kommt ins Land
dass wir es kaum verspüren.
Er kommt, wie auch die Schnecke kommt
aus ihrem Muschelhaus:
Erst streckt er seine Fühler vor,
dann wagt er sich heraus.
Das geht nicht plötzlich mit Trara
und jubelndem Geschmetter.
Der Frühling kommt im Schneckengang!
Ganz sacht und mit dem Wetter.
Ist´s auch noch kalt - es liegt im Wind
ein ganz gewisser Duft.
Der Frühling, so erkennt man ihn,
liegt einfach in der Luft.
Eva Rechlin
Euch allen wünsche ich eine wundervolle Vorfrühlingszeit!
Regina
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